Dachreparatur mit Bitumenschweißbahn im Bayerischen Eisenbahnmuseum

…der Jubiläums-Countdown läuft….. 

Auch in Nördlingen ist es mittlerweile Herbst. Die Dampfloksaison 2018 ist, bis auf die anstehenden Nikolaus-Sonderzüge in Richtung München und Salzburg, beendet. Die Vorbereitungen für das kommende Jahr laufen bereits auf Hochtouren.

Das Jahr 2019 ist ein ganz besonderes in der Geschichte des Bayerischen Eisenbahnmuseums: Das 50-jährige Vereinsjubiläum steht auf dem Programm. 1969 von ein paar sehr ambitionierten Eisenbahnfans in München gegründet, ist nach einer sehr erfolgreichen Vergangenheit, im Jahre 1985 das ehemalige Bahnbetriebswerk in Nördlingen, als neuer Vereinssitz und Aufbewahrungsort für eine der größten Sammlungen historischer Eisenbahnfahrzeuge Deutschlands, bezogen worden.

Natürlich nagt der Rost und Verfall nicht nur an alten ‚Dampfrössern‘ und den teilweise über 100 Jahre alten Güter- und Personenwagen des Museums, sondern auch an dem  15-ständigen Ringlokschuppen und an vielen weiteren Gebäudeteilen dieses überwiegend aus dem 19. Jahrhundert stammenden und weitgehend erhaltenen Eisenbahnareals.

Fleißig wie die Bienen restaurieren wir ehrenamtlich in unserer Freizeit nicht nur rollendes Material für unser großes Museumsjubiläum, sondern tauschen morsche Lokschuppentore aus, verputzen verfallene Fassadenteile und sanieren das vom Einsturz bedrohte Dach des ehemaligen Stofflagers einer alten Holzbaracke mit Güterwagen-Rolltoren, aus einer längst vergessenen Zeit bayerischer Eisenbahngeschichte. Oder sagen wir lieber: Einer fast vergessenen Zeit!

Jedes Wochenende zieht es wieder viele ehrgeizige Mitglieder unseres Eisenbahnvereins nach Nördlingen, unter Insidern als ‚Dampflok-Mekka deutschlandweit‘ bekannt, um in tausenden Arbeitsstunden unentgeltlich, historische Eisenbahntechnik für die Nachwelt zu erhalten. Für den Museumsbesucher soll alles anschaulich in Betrieb gesetzt und den Kindern ein Stück Technikgeschichte vermittelt werden, die als tragende Säule unseres heutigen Wohltandes anzusehen ist.

 

Wer hat Lust, uns bei dieser anspruchsvollen Aufgabe zu unterstützen? Mit uns zu schwitzen, zu fluchen, zu hämmern oder wie hier gezeigt, eine Holzschalung auf einen Dachstuhl zu nageln und anschließend mit Bitumenbahn zu verschweißen? Nur um dann zum Feierabend in sehr kollegialer Runde stolz das Werk echter Teamarbeit zu begutachten und mit einem guten Gefühl und netten Gesprächen den Abend ausklingen zu lassen?!? Das Bayerische Eisenbahnmuseum und Eure Werkeline freuen sich schon!

 

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